Der elfte Tag: Die letzte Etappe in den Alpen

Zunächst einmal: Wir sind auf der Fähre angekommen. Um 21:00 Uhr wurde das Ablegen von Toulon vorgesehen, 40 min eher soll man eingetroffen sein. Gesagt, getan. Pünktlich um 20:20 Uhr fuhren wir mit unserem Tour 3333 WeWo-Caravan auf das Hafengelände und sind nun auf dem Weg nach Ajaccio auf Korsika. Das Schiff soll gegen 07:00 Uhr anlegen. Durch fehlendes Internet auf See kommt somit jetzt erst der Bericht.

Geparkt. Jetzt geht es nach Korsika.
Geparkt. Jetzt geht es nach Korsika.

Heute fuhren wir die letzte Etappe in den französischen Alpen. Adrian startete alleine in der Früh für 61 km. Dabei ließ er vier Anstiege hinter sich, um dann in Saint Jean-d’Arvey an Marcel und Fabian zu übergeben. Sie fuhren die restlichen 64 km inkl. einem Berg der Kategorie 1 sowie der höchsten Kategorie, dem Le Semnoz. Man muss wirklich sagen, dass wir momentan vom Wetter verwöhnt sind. Adrian startete zwar morgens bei kühlen Temperaturen (Annecy liegt auf 461 m, der höchste Anstieg für ihn lag bei 1.142 m) sowie ab und zu Nebel, doch nach der Übergabe war es angenehm warm. So kam man beim Berg zu Semnoz doch ins Schwitzen. Die letzte Alpenetappe hatte es nochmal in sich: Zunächst ein Anstieg über 17,5 km, der allerdings mit einigen „flachen“ Passagen versehen war und zum Schluss eine über 11 km durchgehende Steigung von ab und zu 8%, größtenteils aber 9 und 10%. Dort war auch unsere Zielankunft.

Annecy Semnoz - Von Zielankunft der Blick über die Alpen
Annecy Semnoz – Von Zielankunft der Blick über die Alpen

Wir mussten schnell einpacken, denn über 450 km nach Toulon erlaubten keine Trödelei. Die Fähre wartet nicht. Wir sind gut mit dem Wohnmobil durchgekommen.

Rückblickend auf die Alpenetappen ist zu sagen, dass wir auch an Grenzen gestoßen sind, die wir in sportlicher Hinsicht so noch nicht erlebt haben. Doch die Physis stimmt, dass von Tag zu Tag jede neue Etappe gut gefahren werden konnte. Das Wetter hat mitgespielt, was uns die Sache um einiges erleichtert hat. Wir haben viele Eindrücke sammeln können, allerdings nach unserer Meinung zu wenig Kalorien im Vergleich zum Verbrauch ;)! Wir sind froh, die Etappen effizient aufgeteilt zu haben, um so die individuellen Fähigkeiten eines jeden Fahrers voll ausnutzen zu können. Namen wie Mont Ventoux, Alpe d’Huez. Col de Madeleine oder viele weitere haben zwar ein Stück Ehrfurcht und Respekt in jedem vorgerufen, doch diese dann am Ende gemeistert zu haben, macht uns doch umso glücklicher.

Jetzt heißt es für die kommenden zwei Wochen, auf Korsika und mit dem Abschluss in den Pyrenäen die noch anstehenden Etappen anzugehen. Bis heute haben wir 1825 km der 3336 km zurückgelegt. Da wir oftmals in Teams unterwegs waren, können wir von ca. 2500-2800 km insgesamt reden.

Heute geht es direkt mit einer 213 km langen Strecke von Porto Vecchio nach Bastia weiter. Relativ flach an der Küste verlaufend. Wir hoffen, dass nicht zu viel Wind wehen wird. Für Christian wird es eine der letzten Etappen sein. Er reist nämlich aus beruflichen Gründen am Samstag passend zum Schulbeginn in Rheinland-Pfalz wieder nach Deutschland.

Im Schiff suchten wir dann nach einem geeigneten Schlafplatz, um heute die lange Etappe „gut ausgeschlafen“, soweit möglich, in Angriff zu nehmen.

Wir werden berichten!

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