Der 24. & 25. Tag: Die „Jagd nach dem blauen Sack“ Etappe

„Die Jagd nach dem blauen Sack?“ Komischer Etappenname – doch dies war der ausdrückliche Wunsch aus dem Freundeskreis für die letzte Etappe. Sie fungieren als Namensgeber und unterstützen über diesen Wege das Projekt Tour 3333! Danke dafür! Die Jagd ist übrigens misslungen, denn wir sind ohne Probleme in die letzte Etappe gestartet und haben diese auch erfolgreich bzw. gesund überstanden!

Adrian kurvt über den Asphalt - inkl. Rollsplitt

Adrian kurvt über den Asphalt – inkl. Rollsplitt

Gestartet sind wir gestern. Es ging früh los und wir haben, wie angesprochen die Strecke geteilt. 100 km am Mittwoch, knapp 70 km am Donnerstag. Insgesamt vier Berge der hohen Kategorie 1 sowie ein 2er Anstieg. Adrian startete und fuhr auf den Col Portet d’Aspet. Etwas ärgerlich waren die schlechten Straßenverhältnisse. „Fahren wie in einer Kiesgrube“, sagte er während wir an ihm mit dem Wohnmobil vorbeifuhren. Zudem lotste das GPS innerhalb des Ortes auch nochmal falsch. Nichtsdestotrotz hat er den Weg in das dahinterliegende Tal gefunden. Den Berg über diese Richtung anzufahren, erwies sich im Nachhinein als Vorteil. Uns sind Radler in einer gesplitteten Gruppe entgegengekommen. Der ein oder andere sah nicht sehr erfreut über den Anstieg aus. Manch anderer sogar etwas erschöpft. Der Grund zeigte sich uns nach der nächsten Kehre. „Jawoll, 17% Steigung für die Jungs“. Das ist mal eine Hausnummer. Bonne Courage.

Marci beim Anstieg auf den Col de Menté

Marci beim Anstieg auf den Col de Menté

Im Tal wurde Adrian dann empfangen und für Marcel ging es auch schon wieder direkt herauf: Col de Menté. Viele Kehren, aber schön zu fahren. Das Wetter spielte mit und so hat Marcel zügig seinen Part absolviert. Fabian legte dann für den letzten Anstieg des Tages auf den Col de Peyresourde los. Etwas in die Länge gezogen, doch gut befahrbar. Nichts neues für ihn, fing es dann auf den letzten neun Kilometern an zu regnen.

Voller Einsatz: Barfuß bringt Marcel die Regenjacke zu Fabian

Voller Einsatz: Barfuß bringt Marcel die Regenjacke zu Fabian

Die Jungs warteten in einer Kehre allerdings schon und zogen ihm während des Vorbeifahrens die Regenjacke über. Saubere Teamleistung. Die Abfahrt war dementsprechend dann nicht so kalt.

Übernachtet haben wir dann in der Nähe von Armenteule. Auf knapp 1.000 Höhenmetern gelegen war es doch ziemlich frisch. Das letzte richtige gemeinsame Abendessen der Tour auf dem Campingplatz stand an. Deftig – Bratkartoffeln mit gebratenen Merguez Würstchen und Salat. Den Bericht wollten wir schon am Abend verfassen, zu gewohnter Zeit um Mitternacht. Doch in den Bergen ist das oftmals so eine Sache mit dem Internet. So muss der Name „Jagd des blauen Sackes“ also nur einmal in die Überschriftleiste der Beiträge getippt werden. Passt schon 😉 …

Der Blick auf den letzten bevorstehenden Berg der Tour 3333!

Der Blick auf den letzten bevorstehenden Berg der Tour 3333!

Geschafft! Der letzte Anstieg der Tour 3333

Geschafft! Der letzte Anstieg der Tour 3333

Heute radelten wir die letzten 70 km ab. Adrian begann erneut. Er befuhr den Col de Val Louron Azet, um dann in Saint-Lary-Soulan an Marcel und Fabian zu übergeben. Eine komische Situation, im Zuge der Tour 3333 das letzte mal die Trikots überzuziehen. In einem strammen Tempo ging es dann auf den Berg La Hourquette d’Ancizan. Oben angekommen bot er einen wundervollen Blick über die Berglandschaft der Pyrenäen. Auf 1.564 m gelegen zeigte sich die Landschaft von ihrer schönsten Seite. Die ein oder andere Gegend der Pyrenäen ist wirklich wundervoll. Die Straßen sind oftmals nicht so stark befahren wie in den Alpen. Die Vegetation, anders als vermutet, doch sehr vielseitig. Saftiges Grün und plätschernde Bachläufe, ein stimmungsvolles Bild. Nicht zuletzt deswegen war die Abfahrt wie aus dem Bilderbuch. Unzählige Tiere begegneten uns. Kühe, Ziegen, Pferde, Esel. Alle freilaufend – also auch auf der Straße. Auf dem Gipfel mussten diese dann auch als gemeinsames Fotomotiv herhalten.

Anstoßen auf die Tour 3333! Die letzte Etappe beendet. 3336 km sind absolviert

Anstoßen auf die Tour 3333! Die letzte Etappe beendet. 3336 km sind absolviert

Adrian erwartete uns dann im kleinen Örtchen Campan. Von dort aus kann man die großen Namen der Pyrenäen anfahren. Col d’Aspin beispielsweise oder den Tourmalet. Für uns wurde aber kein Anstieg mehr vorgesehen. Nach alter Tradition der Tour de France wurden Sektgläser ausgepackt und die letzten Kilometer fuhren wir zu dritt, um beim Ziel und vorher mal anzustoßen. Leckeren, spritzigen Apfelsaft aus einer Sektflasche einer französischen Kelterei. Schließlich stehen noch über heute und morgen verteilt 16 h Heimfahrt an.

Fabian und Adrian - mit Sektglas zum Abschluss

Fabian und Adrian – mit Sektglas zum Abschluss

Dies war somit die Strecke der Tour de France aus dem letzten Jahr. Die Tour 3333 ist mit dem Beenden dieser Etappe zwar sportlich gesehen vollbracht, allerdings geht das Spendenprojekt weiter! Bis Dezember sammeln wir noch für den wohltätigen Zweck. Beim münz-Spendenlauf in Montabaur wird der Spendenscheck dann an die Stiftung übergeben, damit die Summe an die von uns ausgewählten Organisationen geht, um Kindern und Jugendlichen in der Region zu helfen!

Wir sind überglücklich, diese Herausforderung angenommen zu haben. Wir haben viele Eindrücke gesammelt und waren von der Unterstützung aus der Heimat überwältigt! Ohne diese wäre es durchaus schwieriger gewesen, jeden Tag aufs neue diese Anstrengung, neben der sportlichen auch die organisatorische, zu bewältigen! Vielen, vielen Dank!

Wir werden uns noch mit einem gesonderten Bericht nocheinmal melden. Darin möchten wir gesammelte Eindrücke, Höhe- aber auch mal Tiefpunkte(nicht viele ;)) der Tour 3333 beleuchten um damit euch nochmal ein großes Dankeschön auszusprechen!

Am Freitag ist die Ankunft um 19:00 Uhr in Montabaur geplant. Christian ist momentan mit der Fertigstellung der Planung für den Welcome-Back Abend beschäftigt. Wir laden herzlich nach Montabaur in die Alleestraße ein: Ort des Geschehens ist das Roundabout Café Restaurant! Ein lockerer Abend, bei dem wir uns sehr freuen, unsere Lieben sowie euch alle, die begeistert mit uns mitgefiebert haben, zu sehen!

Nach dem Welcome-Back-Abend?

Wir werden berichten! 😉

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